Das Biosprit Ziel der EU lautet: 10% Biosprit bis 2020!
Dieses hochgesteckte Ziel der EU wurde ja im Zusammenhang zur Diskussion über unseren Primärenergiebedarf ausgerufen. Wir wollen weg von den fossilen Energieträgern und hin zu den erneuerbaren Energien. An sich ist dieses Ziel ja durchaus erstrebenswert nur sollte über Sinn und Unsinn doch lieber vorher nachgedacht werden als im Nachgang festzustellen, dass man einen Fehler gemacht hat und mehr Schaden als Nutzen angerichtet hat.
So kommt eine interne EU Studie zu dem Schluss, dass bei Erreichen des Ziels bis 2020 massive Umweltschädigungen und Schäden für arme Bevölkerungsgruppen entstehen werden. Lt. FTD wird diese Studie immer noch unter Verschluss gehalten und es wird gemutmaßt, dass das Biosprit Ziel nicht wirklich Umweltinteressen dient sondern eher eine Zuarbeit für die Agrarindustrie sei. Diese wehrt sich nämlich wehement gegen die Kürzung von EU Subventionen und wurde damit ein wenig besänftigt.
Dabei gibt es mittlerweile genügend Beispiele, welche Auswirkungen die Biosprit Industrie auf Ihre Umwelt hat. So wurden in Malaysia und Indonesien mittlerweile schon über 6 Millionen Hecktar Regenwald gerodet nur um darauf Ölpalmen anzubauen, da diese ja den zehnfachen Ertrag abwerfen als wenn man den Wald naturnah bewirtschaften würde bzw. sich im Rahmen von Ausgleichszahlungen “anfinden” lassen würde wenn man den Wald einfach so stehen lässt (Quelle).
Ein Gemisch aus Bioethanol und Benzin erzeugt nachweislich mehr Ozon welches bodennah nicht wirklich gern gesehen wird, da es hochgiftig und sehr reaktionsfreudig ist.
Der Anbau von Rohstoffen zur Kraftstofferzeugung verdrängt den Anbau von Nahrungsmitteln, was dazu führt, dass die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe gehen. Für uns ist das nicht wirklich ein Problem, denn ob wir 10€ mehr oder weniger fürs essen ausgeben ist nicht wirklich von Relevanz. Nur für jemanden, der sowieso nur fürs essen arbeitet ist dies akut von Nachteil denn wenn er von seinen 2 Mahlzeiten am Tag eine noch um die Hälfte kürzen muss ist dies existenzbedrohend (nicht was wir drunter verstehen sondern was es wirklich aussagt). Die Hungerkrise des Jahres 2008 hat uns das deutlich gezeigt und da ging es nicht nur um Haiti oder Nicaragua sondern auch in Ländern wie z.B. Ägypten hart zur Sache.
Und unsere werten EU Gesetzgeber vertreten mal so mir nichts dir nichts ein paar Lobbyisten und machen ein 10% Biosprit Ziel. Naja sie brauchen sich nichts vorwerfen, sind ja keine Volksvertreter (nicht wie gewählte freie Demokraten, die sich von Hoteliers kaufen lassen) da sie ja nicht gewählt sondern delegiert/ berufen werden.
Nichtsdestotrotz sollte nach dem Bekanntwerden dieser Studie jetzt endlich von dem 10% Ziel abgerückt werden. Wenn man einen Fehler gemacht hat sollte man dazu stehen und diesen nicht versuchen zu vertuschen oder wegzuschweigen. Ich finde, wenn man zu seinen Fehlern steht kann man aus Ihnen am besten lernen und kann sich die Akzeptanz seiner Mitmenschen deutliche eher verdienen als wenn man dies nicht tut.
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Hallo


Nun ja, das klingt nicht sehr nach Bio. Vor allem die Auswirkungen auf den Nahrungsmittelmarkt finde ich sehr bedenklich. Ich frage mich aber, ob es wirklich Alternativen gibt, denn das Öl wird irgendwann zu Ende gehen.
Es gibt noch Versuche mit genmanipulierten Bakterien, die fast ALLES Biomaterial zu Treibstoffen verarbeiten können. Mal schauen, wie sich das entwickelt.
[...] da sich der Sprit nicht zuletzt wegen der massiven EU-Agrarsubventionen auf Lebensmittel, gerade für Bauern aus der Dritten Welt besser verkaufen lässt. So viel nur zum [...]