Es ist Freitag und nach einer recht unproduktiven Woche kommen aber die Links wieder pünktlich. Eigentlich interessiert mich ja gerade brennend, bei welchen Subventionen die Bundesregierung den Rotstift ansetzen wird bei ihren ganzen Sparvorhaben aber da ist noch nichts raus. Ich bin ja der Meinung, da schnell gehandelt werden muss und sich keiner auf den Schlips getreten fühlen soll, sollte die Methode Rasenmäher angesetzt werden. 10% weniger Subventionen für jeden und schon sind knapp 3 Milliarden Euro mehr im Staatssäckel. Das kostet einen Federstrich, belastet jeden gleichermaßen und ändert nichts am vorgegebenen Kurs. Ich gehe aber schwer von aus, das gezielt mit der Schere einzelne Dinger herausgeschnitten werden und damit wieder endlose Debatten angestossen und viele Gerichte beschäftigt werden. Ich hoffe bei den Links ist wieder was für jeden dabei und wünsche schönes Wochenende.
Deutsche zahlen EU weit zweithöchste Strompreise
Die europäische Statistikbehörde hat die europaweiten Zahlen für 2009 veröffentlicht. Demnach sind die Deutschen mit ihren Strompreisen hinter Dänemark Vizemeister. Ob wir auf den Titel stolz sein können, wage ich zu bezweifeln.
Deutsche entdecken Dämmschwindel
In der Printausgabe der FTD vom 20.05.2010 ist mal wieder was abseits der gängigen Dämmmeinung abgebildet. Thomas Göhler von der erdölquelle hat sich die Mühe gemacht diese zu scannen und für uns verfügbar zu machen. Ich denke ein Auszug aus dem Artikel bringt es auf den Punkt.
„Im Schnitt lassen sich durch die nachträgliche Anbringung von Dämmmaterialien die Heizkosten nur um sieben Prozent reduzieren. Bestenfalls würden die Kosten erst nach Jahrzehnten durch die eingesparte Energie wettgemacht. Manchmal auch nie: Je nach Witterungseinfluss und Qualität der Bauausführung werden etliche Dämmmaterialien gar nicht so lange halten“
Der Energiebedarf wird steigen
Es ist zwar ein Magazin aus der Schweiz aber der Geschäftführer von EGL, einem großen Stromhändler in Europa, ist davon überzeugt, dass der Stromverbrauch in Europa steigen wird. Das einzige was ihn stört ist der Wechselkurs Euro/SFr, der das Ergebnis des Unternehmens belastet.
Nun ja, da ist ja alles in Butter. Der Stromverbrauch steigt, die Wirtschaft wächst und alle sind glücklich… Ich bin mir noch nicht in Klaren ob die Leute es noch nicht begriffen haben oder es einfach nicht begreifen wollen, dass es nicht so weiter geht. Auch wenn Strom nicht primär aus Erdöl gewonnen wird, so wird es da auch einschneidende Umwälzungen in den nächsten Jahren geben.
Wer das Auto retten will muss es neu erfinden
Vor dem Hintergrund, dass sich ein ungebrochener Drang zum Auto in den Ländern China und Indien etabliert hat, kommt der Autor zur Schlussfolgerung, dass in 10 Jahren das Elektroauto in China Standard sein wird. Dabei soll laut Studien dem selbstbalancierenden Einachser eine Schlüsselrolle zukommen, da dieser deutlich weniger Platz braucht als seine vierrädrigen Kollegen. Wie es um die Relevanz von Umweltthemen in der Autobranche bestellt ist liest sich im letzten Satz besonders gut.
Die Niedersachsen haben in China fast 4000 Touran für den Einsatz bei der Weltausstellung produziert, teilt das Unternehmen mit – dummerweise jedoch noch mit ganz konventionellen Benzinern.
Wenn das Elektroauto in 10 Jahren Standard sein soll, dann sollten die Leute aber endlich mal ordentlich in die Puschen kommen, denn so ein Auto ist nicht einfach mal so schnell auf die Straße in Serienproduktion gestellt. Die Infrastruktur muss geschaffen werden usw. Meines Erachtens hat sich hier wieder einmal jemand viel zu weit aus dem Fenster gelehnt und weiß nicht so recht von was er redet. Wenn alleine die Entwicklung eines popligen Radios für ein Auto durchaus mal 3 Jahre in Anspruch nehmen kann, dann ist das mit einem kompletten Fahrzeug deutlich länger. Leider bleiben die Autohersteller auch immer noch den Fakt schuldig wo denn die ganze Energie zur Produktion des Stromes herkommen soll. Sicherlich in Deutschland kann man argumentieren, dass es aus Windkraft kommen kann, aber in all den anderen Ländern, die weiterhin auf konventionelle Art Strom erzeugen wird dies nicht so einfach sein. Da gibt es dann 2 Wege – mit Volldampf übern Peak Oil Berg und noch schneller herunter oder sich einschränken. Ich würde vorschlagen wir taufen die Überschrift um in: „Wer das Auto retten will muss Fahrrad fahren“ denn wenn wir nicht schlagartig vor dem Nichts stehen wollen und sich nur noch äußerst privilegierte Menschen ein Auto leisten können müssen wir schleunigst unseren Verbrauch drosseln, was am einfachsten möglich ist durch das Stehenlassen.

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