Kommt es euch auch so vor, dass je weiter die Erlebnisse zurück liegen desto verklärter wird der Blick auf sie. Bei mir fängt das schon beim Urlaub von vor 2 Jahren an. Da kann die Hälfte der Zeit das schlimmste Wetter gewesen sein und man hat sich vor Langweile teilweise gefragt warum man eigentlich in Urlaub ist aber jetzt hat man seine schönsten Bilder 3- oder 4-mal angeschaut und das schlechte Wetter ist wie weggeblasen. Da strahlt einen der tiefrote Sonnenuntergang am Meer an und man ersehnt sich die Zeit zurück. Da kann an 11 von 13 Tagen das Wetter so was von schlecht gewesen sein, man hat eben nur diese verklärten Erinnerungen. Noch schlimmer wird es dann, wenn Menschen anfangen von den „guten alten Zeiten“ zu reden. Da wünschen sich manche allen Ernstes unsere gute alte DDR wieder zurück. Kein Gedanke wird mehr daran verschwendet, dass man für giftgrüne Bananen 2h in der Schlange stehen durfte. Von Honigmelonen oder Papayas oder so, hatte ich bis zur Wende nicht mal was gehört… Es geht weiter damit, dass man sich bei jedem Wort zweimal überlegen musste, ob man es ausspricht oder nicht. Daran scheiterte dann schnell mal das Studium oder es passierte sogar schlimmeres. weiter
Archive for the ‘Allgemein’ Category
Unser Leben mit fossilen Energieträgern
In den letzten Wochen ist es uns mal wieder deutlich vor Augen geführt worden, dass auch nach Jahren der technologischen Entwicklung der Abbau natürlich vorkommender Rohstoffe mit Risiken belastet ist. Da waren Anfang April die Explosion in einer Kohlegrube in Virginia[1] und die Ölkatastrophe der Welt im Golf von Mexico, bei der noch völlig unklar ist, welche Auswirkungen diese letztenendes haben wird[2].
Beide Unglücke ereigneten sich nicht im „vorindustriellen“ Angola oder Laos sondern in den USA, wo man nicht sagen kann, dass der technologische Fortschritt dort noch nicht angekommen sei. Speziell das anbohren eines Ölfelds in knapp 10 Kilometern Tiefe erfordert absolute Hochtechnologie.
Es ist nicht so, dass jetzt jeden Tag Unglücke auf Bohrinseln passieren aber es ist auch nicht der absolute Sonderfall. So stießen im Oktober 2007 zwei Ölplattformen bei schwerer See 2 Plattformen zusammen, was 22 Menschen das Leben kostete. Im Juli 2005 geriet eine Plattform in Brand nachdem sie ein Schiff rammte. Dieses Unglück vor der Küste von Bombay kostete 23 Menschen das Leben. Jedes Mal haben aber die Sicherheitssysteme zu einem Verschließen des Bohrlochs geführt und Umweltkatastrophen vermieden werden können. Angesichts der schieren Zahl an Bohrinseln (alleine über 3800 im Golf von Mexico (Stand 2006)[3]) wundert es einen, dass es nicht noch mehr Zwischenfälle gibt. weiter>>
Neue Peak Oil Studie – 2014 soll es soweit sein
Am Freitag gabs in den Energielinks der Woche schon einen Link zu einer Peak Oil Studie, die das Fördermaximum für 2012 angab. Nun kommt eine brandneue Studie der Kuwait University zu einem recht ähnlichen Ergebnis. 2014, so sagen deren Berechnungen, soll es das globale Fördermaximum geben. Basierend auf 47 Datensätzen verschiedender Öl produzierender Länder errechneten sie den angegebenen Peak.
Wir hatten das Thema Peak Oil hier schon ein paar mal und ich befürchte, dass wir mit dem Thema Peak “billig” Öl auf jeden Fall in ein ziemlich großes Dilemma hinein laufen, nur leider wirds nicht wie beim Thema “Finanzkrise” einen Bailout geben, denn wir haben einfach kein Backup.
Wer sich das Abstract der Publikation durchlesen will, kann das hier tun.
Energielinks zum Freitag – Watt aus dem Meer, Plus Energie Haus, Alpha Ventus und mehr
Es ist Freitag, das Wochenende steht vor der Tür. Heute hab ich mal ein paar Links zum Thema rausgesucht, die mir die Woche unter gekommen sind und gut zum Thema passen. Unter anderem sind dabei das „Plus Energie Haus“, der erste deutsche Offshore Windpark, die Ölgiganten und nicht so tolle News zum Recycling von Solarmodulen. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und vielleicht findet ihr ja das eine oder andere Interessante in den Links. weiter>>
Was passiert bei uns wenn die Nahrungsmittelpreise steigen?
Im den unlängst erschienen Artikel „Biosprit 10% Ziel und die Schnellschüsse der Politik“ bin ich ja schon kurz darauf eingegangen, welche Auswirkungen die Substitution von Anbauflächen zur Nahrungsmittelproduktion zugunsten des Anbaus von „Energiepflanzen“ hat.
Heute soll es aber darum gehen, was uns das angeht, wenn wir mit höheren Nahrungsmittelpreisen konfrontiert werden.
Bisher haben wir von den Auswirkungen dieser Substitution noch nicht allzu viel mitbekommen. Da mussten 2008 mal ein paar Bäcker die Preise für ihre Brote erhöhen oder auch der eine oder andere Lebensmitteldiscounter für das eine oder andere Produkt. Dabei waren nicht nur die reinen Rohstoffkosten die Preistreiber sondern auch die hohen Ölpreise.
Mittlerweile hat sich das Blatt aber wieder gewendet und die Lebensmittelpreise sind sogar noch stärker gefallen als es der Verbraucherpreisindex vermuten lässt.
Seit 1991 sind die Verbraucherpreise durchschnittlich um 2,0% jährlich angestiegen dagegen die für Nahrungsmittel nur um 1,1% [1]. Somit haben wir uns daran gewöhnt einen immer kleinen Teil unseres Einkommens für Nahrung auszugeben. weiter>>
ENSO erhöht Strompreis – Warum?
Seit dieser Woche ist es zumindest bei mir zuhause amtlich, dass mein Strom wieder ein klein wenig teurer wird. Von 21,98 Cent je Kilowattstunde werden ab 1. Mai 23,53 Cent erhoben. Es findet sich sogar eine kleine Begründung:
…Seit dem 01.01.2010 sind jedoch die Kosten, insbesondere für die gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz/EEG) deutlich gestiegen. Deshalb steigt ab 01.06.2010…
Nun ja, dass ist eine Erhöhung um satte 7%. Wenn ich so eine Verzinsung auf mein Konto bekommen würde, wäre ich außerordentlich zufrieden aber leider sind solche Zinssätze immer nur auf der Ausgabenseite zu verzeichnen und für Otto Normalverbraucher nicht auf der Habenseite.
Jetzt dachte ich mir, dass es doch mal interessant wäre, wie viel die ENSO an gesetzlicher Förderung abdrücken muss aber im Netz ist einfach nichts zu finden.
Zumindest für den vormaligen Mehrheitsaktionär der ENSO, ENBW, habe ich ein paar Zahlen bei der Bundesnetzagentur für 2008 gefunden: weiter>>
Interaktive Übersicht der großen Kraftwerke in Deutschland
Heute mal ein nettes Fundstück aus den Tiefen des Netzes. Die Wirtschaftswoche hat ein kleines interaktives Tool zur Verfügung gestellt in der man sich einen kurzen Überblick über die vorhandenen und geplanten Kraftwerkskapazitäten in Deutschland einen Überblick verschaffen kann. Berücksichtigt wurden allerdings nur Großkraftwerke ab einer Nennleistung >300MW.
Man kann schön erkennen wo z.B. die größten Windenergieanlagen stehen, wo sich die paar Pumpspeicherwerke befinden und dass wir noch verdammt viel Energie aus Kohle herstellen.
Außerdem war mir wirklich neu, dass wir im “Osten” doch nur sehr wenig Kraftwerkskapazitäten haben und dies sagt dann schon ne Menge über die verbreitete Industrie aus…
Viel Spaß beim spielen.
Hier gehts zum Tool
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