Posts Tagged ‘Forschung’

LED-Lampen in der Praxis

LED SpotAngeregt durch einen Artikel bei Telepolis mit gleichnamiger Überschrift möchte ich heute ein kleines Update zu den in dem Artikel abgegebenen Statements geben. Der Artikel wurde im November 2006 veröffentlicht und ist damit gerade mal knapp über 5 Jahre alt. Eine Zeitspanne, die nicht wirklich außerordentlich groß ist, sich aber in der LED Welt außerordentliche Fortschritte eingestellt haben.

Analog dem Mooreschen  Gesetz, welches besagt, dass sich alle 18-24 Monate die Anzahl der Transistoren auf einer gleichen Chipfläche verdoppelt, so gibt es das Haitzsche Gesetz (Achtung *pdf) für LEDs. Dieses besagt, dass sich die Kosten pro Lumen (Einheit des erzeugten Lichtstroms) für eine bestimmte Wellenlänge des Lichts (Farbe) sich in einer Dekade Zehnteln. Für die Größe der LED Chips gibt es auch noch eine Aussage und zwar, dass sich der erzeugte Lichtstrom eines Chips (Größe) in 10 Jahren verzwanzigfacht. weiter>>

Straße aus Solarzellen – tolle nicht machbare Idee

Solar RoadwayIch hatte schon vor einer Weile gehört, dass es wohl in den USA eine Firma geben soll, die sich dem Thema „Solar Roadways“ verschrieben hat. Da ich unlängst wieder darauf gestoßen bin, muss ich an dieser Stelle noch mal meinen Senf dazu geben.
An sich ist diese Idee eigentlich ziemlich smart. Es werden extrem viele Dinge mit einem Mal „erschlagen“ und nach Aussage des Gründers des gleichnamigen Unternehmens Scott Brusaw gelöst. weiter>>

Energielinks zum Freitag: Politik, Wissenschaft und ein neuer Lotus Effekt

Energiekosten Euro

Bild von Peter Kirchhoff pixelio.de

Es ist wieder eine Woche vorüber und ich hab wieder mal ein paar Links für euch. Leider bin ich gerade ein wenig zu beschäftigt um euch täglich mit neuen Themen zu beglücken. Einen Vorteil hat es ja – ich sitze nicht mehr so lange am PC und mein Kopf dankt es mir. Vor 2 Wochen hab ich mal ein Energiekostenmessgerät an meinen Rechner gehangen und war ernsthaft erschrocken… Wenn ich von den paar Tagen, die das Gerät jetzt dran hängt ausgehe, ist mein PC für 1/4 meines kompletten Stromverbrauchs verantwortlich. Sicherlich liegt das zum großen Teil daran, das der Rechner den größten Teil des Tages an ist aber wenn er dauerhaft über 200W braucht ist das schon ganz schön viel. Da werde ich mir wohl in den nächsten Wochen mal Gedanken über Verbesserung in dieser Hinsicht überlegen müssen, denn das geht eigentlich gar nicht. Das soll aber heute nicht das Thema sein…

Ich hoffe es ist wieder was interessantes dabei und wünsche ein schönes Wochenende. weiter>>

Studie belegt – LED Beleuchtung belastet Umwelt am wenigsten!

Metalldampflampe

Metalldampflampe*

Aufgrund der Tatsache, dass die Stadt Pittsburgh im Jahr 2010 40000 Straßenlampen zu erneuern hat, wurde an der hiesigen Universität eine Studie in Auftrag gegeben, welche Beleuchtungsmethode gewählt werden sollte. Dabei sollte nicht nur auf die Kosten von Anschaffung und Betrieb des Leuchtmittels in Betracht gezogen werden sondern auch die Belastung der Umwelt. Insbesondere die Herstellungskosten, Energieeinsatz bei Primärmaterialien und Recyclingkosten/ Entsorgungskosten wurden bei dieser Studie zusätzlich zu den Kosten für Betrieb und Anschaffung berücksichtigt und ermöglichen einen ganzheitlicheren Blick auf die ganze Thematik der LED Beleuchtung.

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Forscher lösen 20 Jahre altes Problem der Photovoltaik

Zoom Solarzelle

Konventionelle Solarzelle

Aufgrund 2er Erfindungen des Professors Benoit Marsan und seines Teams der Universität von Quebec in Montreal könnte die wissenschaftliche und kommerzielle Zukunft von Solarzellen grundlegend verändern. Professor Marsan kommt mit 2 Lösungen für Probleme der Photovoltaik, die in den letzten 20 Jahren die Entwicklung von effizienten und damit wirtschaftlichen Solarzellen behinderten. weiter>>

Der Mensch, der Kapitalist und die Energiesparlampe

Energiesparlampe

Quelle: wrw from pixelio.de

Es gibt mal wieder eine Studie zur Verträglichkeit von Energiesparlampen. Diesmal zum Thema niederfrequente und mittelfrequente Magnetfelder. In Auftrag gegeben wurde sie vom Energieministerium der Schweiz und durchgeführt von der „It’ls Foundation“ (Foundation for Research on Information Technologies in Society).

Sagen wir es mal so. Die ganze Technik der Energiesparlampen ist uralt. Die Anfänge gehen auf die Geisslersche Röhre zurück, welche 1857 erfunden wurde. Ab den 1940ern ging der Siegeszug er Leuchtstofflampe los und mittlerweile sind 70% des künstlich erzeugten Lichts das von Leuchtstofflampen. Da man davon ausgehen kann, dass die Entwicklung einer Technologie immer langsamer vonstatten geht je älter sie ist, ist von der Seite her nicht mehr wirklich groß Innovation zu erwarten. Nichtsdestotrotz wird aktuell mantraartig die Energiesparlampe hoch und runter belobt und angepriesen. Und wie kann es anders sein, die Studie kommt zu dem Ergebnis: „Dank einer neu entwickelten Messmethode können elektromagnetische Felder von Energiesparlampen erstmals genau bestimmt werden … Die so ermittelten Werte liegen bei einem Abstand von 30cm bei allen getesteten Energiesparlampen weit unter den international empfohlenen Grenzwerten.“ weiter>>

Forschungsdurchbruch? Verwandlung von Ökostrom in Erdgas!

Gestern ging ein Raunen durch die Medienlandschaft. Forschungsdurchbruch! Verwandlung von Ökostrom in Erdgas. Wow denkt man sich – hat es wirklich jemand geschafft Energie in Materie umzuwandeln. Einen Klick später ist man schlauer – wieder nur eine wahrlich dumme Headline.

Naja, schauen wir uns den Text an und betrachten und den Forschungsdurchbruch genauer. Da wird also jetzt mit Ökostrom Wasser gespalten in H2 und O2. Was an der Elektrolyse jetzt neu sein (glaube Entdeckung Anfang 19.Jhr) soll ist mir zwar unbekannt aber es kann ja noch werden. Danach wird Methan synthetisiert. Hmmm… mal überlegen: „Sabatier Prozess“ benannt nach seinem Entdecker Paul Sabatier (1854-1941)- entdeckt. So unbekannt sollte der Mann nicht sein, da er ja 1912 den Nobelpreis für Chemie bekam.

Also der Forschungsdurchbruch kann schon mal nicht von der Methode kommen, denn die ist ja nun schon seit 100Jahren ein alter Hut. Mehr steht aber in den Texten nicht drin – von wegen Großtechnische Realisierung oder so – nein nix nada.

Rechnet man mal großzügig Wirkungsgrade hin und her, dann erschließt sich mir irgendwie überhaupt kein Forschungsdurchbruch mehr.

Elektrolyse ca. 80% WG.

Synthese von Methan ca. 75% WG

Und dann wieder Herstellung von Strom durch verbrennen von Methan 60% WG

Macht lt. Adam Riese ganze 36% vom Strom den ich reingesteckt hab, bekomme ich wieder raus… dabei noch nicht einmal mitgerechnet, dass das CO2 für die Methan synthese auch irgendwie hergestellt werden muss…

Geht man davon aus, dass die Herstellung einer kWh Windstrom etwa 9ct kostet kommen wir schlussendlich auf ganze 25ct/ kWh aus Ökostrom und 4ct/kWh aus konventionellem Erdgas.

Das die 4ct/kWh aus konventionellem Erdgas zu preiswert sind, will ich nicht bestreiten nur 25ct ist eben über 8 mal so viel und wer würde denn gern an der Ergastankstelle anstatt 60ct/Liter (was heute ja durchaus preiswert erscheint) gleich mal knapp 5€/ Liter löhnen…

Damit ist der Forschungsdurchbruch wohl wieder nur der krampfhafte Versuch gute Nachrichten zu generieren…

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