Wie kann es anders sein – es geht wieder mal um die Energie. Genauer um Erdöl, welches, so sagt die Bundesbank, der Inflationstreiber Nr. 1 werden kann. Die Betonung liegt zwar immer noch auf “kann” aber es mehren sich die Anzeichen, dass in Schwellenländern wie China, Brasilien und Indien Erdöl sowie andere Rohstoffe (Gas, verschiedene Erze, …) knapp werden und die Preise anfangen anzuziehen. Die Länder sind augenscheinlich gut durch die Krise gekommen und nun zieht die Konjunktur wieder kräftig an, was schnell zu Engpässen in der Rohstoffversorgung führen wird und somit die Preise nach oben schraubt.
Derweil streiten sich führende Ökonomen ob wir denn nun Inflation oder Deflation bekommen. Viele Indikatoren weisen schon auf Deflation (das Schreckgespenst unsrer “wachsenden” Wirtschaft) hin nur scheinen die jeweiligen Anhänger (vielleicht kann man sie ja schon Fundamentalisten nennen) der Ökonomie”religion” nicht zu schnallen, dass es vielleicht beides geben kann.
Ich schau mir die Rohsstoffe an und kann eigentlich nur sagen – Inflation. Da fahre ich heute früh an der Tankstelle meines Vertrauend vorbei und mir fallen bald die Augen raus – 1,46€ pro Liter Super. Versuche mal ins Kino zu gehen und noch nen Ticket für unter 5€ zu ergattern – das wird nix. Ich gehe ein mal im Jahr da hin und ich kann sagen, dass es jedesmal teurer wird. Wird Bahnfahren preiswerter? Wird die Monatskarte für den Stadtverkehr preiswerter? Wird meine Miete gesenkt?
Tja und jetzt kommt die andere Seite. Heimelektronik war so billig wie nie. Konsumgüter, die keiner wirklich braucht werden irgendwie immer billiger. Bei Autos erleben wir gerade Rabatte in Rekordhöhen und beim Blick in mein Portmonaie muss ich eigentlich auch akute Deflation feststellen.
Ich kann nur jedem raten die Lage zu beobachten und sich seine eigene Meinung zu bilden. Dann lassen sich eigene Aktionen viel leichter tätigen und man ist seines eigenen Glückes Schmied.
In diesem Sinne: “Frohes Schaffen”