Posts Tagged ‘Umwelt’

Chinas Gier nach Energie

Nach der Lektüre eines Artikels im Manager Magazin, kommen einem fast die Tränen, wenn man an die Dimensionen denkt von denen da gesprochen wird.

Kanada gerät immer mehr ins Visier der Chinesen als eines der Länder mit den größten Ölreserven und damit Energiereserven. Gerade im Hinblick auf die gerade abgelaufenen Enthüllungen von Wikileaks und den aktuell andauernden und eventuell ausufernden Revolten im Nahen Osten wird dies wohl jetzt eher mehr als weniger werden. Jetzt schon haben sich die Chinesen Förderreserven gesichert und im Gesamtwert von über 14 Milliarden Dollar in Kanadische Firmen investiert. Es sollen noch einige Milliärdchen mehr werden und ein Gesamtvolumen von 60Mrd in den nächsten 10 Jahren erreichen.

Ich kann es den Chinesen ja nicht verdenken, dass sie so etwas machen. Als weltgrößter Eigentümer von Dollarscheinen außerhalb der USA ist es für sie ein leichtes mal den einen oder anderen Schein in Energiereserven außerhalb Chinas zu investieren. Auf die Dauer werden sie ihr Wirtschaftswachstum ohne die Ausbeutung von fremdländischen Energiereserven auch nicht beibehalten können. Nebenbei sei noch bemerkt, dass die Förderung eines Liters Erdöl aus den Sanden Kanadas irgendwas zwischen 6 und 10 Litern Wasser derart verschmutzt, dass kein Leben darin mehr möglich ist. Von den Mondlandschaften, die der Abbau hinterlässt mal ganz abgesehen… Und jetzt stellt euch vor, dass diese Industrie bis 2020 mit Investitionen in der Höhe des Bruttoinlandsprodukts Tschechiens zu erwarten hat.

Ohne eine Wertung des vorangegangenen vornehmen zu wollen so kann ich mir gut vorstellen, dass es den Amis nicht wirklich recht sein dürfte, wenn die Chinesen ihnen das Öl „vor der Haustüre wegkratzen“, denn Kanada ist ja der größte Ölexporteur für die Amerikaner. Da braucht man kein Prophet sein, wenn man sich zusammenreimt, dass das auf die Dauer nicht gut gehen wird und es zu Spannungen zwischen den USA, Kanada und China kommen wird.

Einziger Schluss für jeden Einzelnen sollte sein, sich so weit wie möglich von diesem Stoff unabhängig zu machen. Einerseits wird man selbst unanfälliger für Preiskapriolen und man könnte guten Gewissens durch die Welt gehen eine  gedankenlos Industrie zu unterstützen, die dermaßen profitorientiert die Umwelt schädigt.

Energiesparlampen bald gesetzlich verboten?

LampenNachdem ich heute wieder einmal Kritik zu unseren bekannten Energiesparlampen gelesen hatte, hab ich mich gefragt ob diese Kritik denn schon bei unseren Volksvertretern angekommen ist. Es ist ja nicht so, dass ich der Einzige wäre, der hin und wieder auf die „mysteriösen“ Umstände des Glühlampenverbots und der einhergehenden Energiesparlampen Propagierung hingewiesen hat.
Also fix mal bei den Behörden vorbei geschaut und den einen oder anderen Suchbegriff eingegeben. Bei der Bundesregierung wird man zum Thema „Energiesparlampe“ zwar fündig aber die neuesten Daten sind von Mitte letzten Jahres weiter>>

Studie belegt – Stromversorgung durch erneuerbare Energien 100%ig möglich bis 2050

WindradbauHeute hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen in Berlin sein erstes Sondergutachten des Jahres veröffentlicht. Nach der heute Vormittag stattgefundenen Pressekonferenz ist der dazugehörige Bericht auch online einsehbar.
Ziel dieses Sondergutachtens ist es aufzuzeigen, dass es bis zum Jahr 2050 möglich ist eine Stromversorgung nur aus erneuerbaren Energien sicher zu stellen. Dazu wird gezeigt, welche Maßnahmen dazu erforderlich sind, was diese wen, wie viel kosten werden und was außerdem getan werden muss um das Ziel einer regenerativen klimafreundlichen Stromerzeugung zu erreichen. Das Sondergutachten macht deutlich, dass dieses Ziel eindeutig machbar ist jedoch von enormen Anstrengungen hinsichtlich des Naturschutzes und anderen Nutzungskonflikten begleitet werden muss. weiter>>

Was nutzt die Dämmung mit Aluminium kaschiertem Styropor?

HeizkörperIn der kalten Jahreszeit werde ich immer wieder mit Fragen konfrontiert wie: „Meine Heizkörper werden zu warm, kann man da nicht was machen?“ oder „Meine Heizkosten sind zu hoch, was muss ich tun um sie runter zu bekommen?“.

In vielen Fällen kommt das Gespräch auch auf das Thema Aluminium kaschierter Dämmplatten oder Aluminium kaschierter Styroportapete.

Da ich gerade eben wieder einen Hinweis im Netz gelesen habe, das dies doch so toll sei und Unmengen an Energie (und damit auch Geld) sparen würde möchte ich mit diesem Artikel meine Sichtweise erläutern und erklären warum ich nach ein wenig Nachdenken zu komplett anderen Ergebnissen komme. weiter>>

Alpha Ventus wird 1

Nun ist es 12 Monate her als die letzte Turbine des ersten deutschen Offshore Windparks montiert wurde. Zugegebenermaßen blicken die Betreiber auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Von den prognostizieren 220GWh sind schon im ersten Jahr mit seinen ganzen Kinderkrankheiten und Unwegbarkeiten 170GWh Strom ins deutsche Netz geliefert worden. Muss ich ehrlich sein – hätte ich nicht gedacht.

Nun sind eine Menge Projekte, was offshore Windenergie angeht, in Planung doch so richtig bauen will noch keiner. Leider ist es bei solchen Großprojekten der Natur der Sache geschuldet, dass es nur von großen “Spielern” betrieben werden kann und man damit auf den Projektlisten i.d.R. nur große Konzerne findet bzw. irgendwelche 100%ige Töchter. Außerdem liegt es in der Natur der Dinge, dass diese Konzerne nichts anfassen, was keine Gewinne einspielen wird. Wenn auch nicht im ersten oder zweiten Betriebsjahr so doch auf jeden Fall innnerhalb der nächsten 5 Jahre. Und leider ist es immer noch nicht so, dass es in Deutschland möglich ist so einen Spargel ins Meer zu setzen und in der Hinsicht Planungssicherheit zu haben. Windstrom ist eben zu teuer – das beliebte Argument. Wenn an der gleichen Stelle einfach gesagt würde – die anderen Stromlieferanten sind zu billig (Kohle, Atom etc.) dann hätte das ganze Thema Windenergie nicht so einen negativen Beigeschmack. So geht die Denke sofort in Richtung böse Subventionen, ungerechtfertigte Beihilfen, Bürgschaften für notleidende Firmen usw. Dabei ist es doch eher eine Starthilfe seitens der Politik der Branche auf die Füße zu helfen. Ähnlich der, die der Kernkraft gewährt wurde und wird.

Allerdings würde ich mir wünschen nicht nur solche Vorzeigeobjekte zu fördern sondern auch ganz gezielt die kleinen Leute animieren etwas für Energieerzeugung und Energieeffizienz zu tun und dies in den Medien so zu propagieren, wie es bei solchen Prestigeobjekten der Fall ist. Sicherlich gestaltet sich ein Pressetermin in Opa Müllers Heizungskeller etwas schwieriger und ist von den Bildern nicht ganz so imposant wie 150m hohe Windräder im Rücken aber es wäre ein Weg die Menschen mit auf den Weg zu nehmen und sie nicht im Glauben zu lassen, dass sie schon auf dem richtigen Weg gehen, den die Politik für sie einschlägt, nach dem Motto “Klappe halten – mäh sagen – und dem Leithammel hinterher”.

Der Heiligenschein der Vergangenheit

Kommt es euch auch so vor, dass je weiter die Erlebnisse zurück liegen desto verklärter wird der Blick auf sie. Bei mir fängt das schon beim Urlaub von vor 2 Jahren an. Da kann die Hälfte der Zeit das schlimmste Wetter gewesen sein und man hat sich vor Langweile teilweise gefragt warum man eigentlich in Urlaub ist aber jetzt hat man seine schönsten Bilder 3- oder 4-mal angeschaut und das schlechte Wetter ist wie weggeblasen. Da strahlt einen der tiefrote Sonnenuntergang am Meer an und man ersehnt sich die Zeit zurück. Da kann an 11 von 13 Tagen das Wetter so was von schlecht gewesen sein, man hat eben nur diese verklärten Erinnerungen. Noch schlimmer wird es dann, wenn Menschen anfangen von den „guten alten Zeiten“ zu reden. Da wünschen sich manche allen Ernstes unsere gute alte DDR wieder zurück. Kein Gedanke wird mehr daran verschwendet, dass man für giftgrüne Bananen 2h in der Schlange stehen durfte. Von Honigmelonen oder Papayas oder so, hatte ich bis zur Wende nicht mal was gehört… Es geht weiter damit, dass man sich bei jedem Wort zweimal überlegen musste, ob man es ausspricht oder nicht. Daran scheiterte dann schnell mal das Studium oder es passierte sogar schlimmeres. weiter

Internationales Treffen zur Mobilität der Zukunft “Solar Summit”

Diese Woche drehte es sich in den Artikeln bisher rund um das Thema Erdöl, dessen Risiken, unserer Abhängigkeit davon und das Thema Mobilität. Speziell mit dem letzten Thema wird sich am 13. -15. Oktober 2010 der „Solar Summit“ in Freiburg beschäftigen. Es werden viele hochkarätige Wissenschaftler und Experten erwartet, die in Vorträgen und an runden Tischen das ganze Thema der zukünftigen Mobilitätsformen erörtern und diskutieren.

Intelligente Mobilitätskonzepte

Nachhaltige Mobilität soll durch intelligente Mobilitätskonzepte erreicht werden. Nur dadurch kann gesellschaftliche Akzeptanz und wirtschaftlicher Erfolg garantiert werden. Die Macher von „Solar Summit“ sind überzeugt davon, dass dies nur durch die Nutzung erneuerbarer Energien durch den Einsatz von Elektrizität und Wasserstoff bewerkstelligt werden kann. Zusammen mit der Speicherung der Energie in Batterien und bei größeren Mengen im Wasserstoff sollen Konzepte bzgl. Ihrer Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und lokaler Emissionsfreiheit beurteilt und diskutiert werden. Gerade auf die Elektromobilität wird durch die Elektrifizierung der Energieträger besonderes Augenmerk gelenkt und soll beim „Solar Summit“ konzeptionell erörtert werden.

Schwerpunktthemen beim „Solar Summit“

  • Politische Rahmenbedingungen
  • Batteriesysteme und Wasserstoffzellen
  • Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energie
  • Brennstoffzellsysteme
  • Mobilitätskonzepte auf Basis biogener Kraftstoffe
  • Fahrzeugkonzepte
  • Netzintegration, Infrastruktur und Energiebereitstellung

Dr. Christopher Hebling, Abteilungsleiter Energietechnik am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE:
„Der „Solar Summit“ 2010 wird ein Zukunftsgipfel für Erneuerbare Elektromobilität sein. Besetzt mit international führenden Forschern und Entwicklern sowie Industrievertretern, soll der Kongress einen Gesamtüberblick über die Entwicklungen erneuerbarer Energieträger und deren Beitrag in der Antriebstechnik bzw. künftiger nachhaltiger Mobilität geben.
Einen wichtigen Stellenwert auf dem Solar Summit werden die Plenumsrunden einnehmen, in denen die Expertenvorträge mit den Teilnehmern im Hinblick auf technologische Herausforderung und wirtschaftliche Umsetzbarkeit diskutiert werden.“

Weitere Informationen gibt’s auf der offiziellen Homepage

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