Posts Tagged ‘Wirtschaft’

Mexiko – Peak Oil ist gnadenlose Realität

Mexiko kleinAm Beispiel Mexikos zeigt sich das allgemeine Problem Peak Oil mittlerweile mehr als deutlich. Klimawandel, Nahrungsmittelknappheiten und soziale Instabilitäten sind die Probleme, die sich genau durch das Phänomen Peak Oil abzeichnen und am Beispiel Mexikos langsam und allmählich zu Tage treten, denn dort ist Peak Oil schon eine Weile vorbei und die Ölförderung befindet sich in einem gnadenlosen Rückgang, der scheinbar von nichts aufzuhalten ist. Zuerst aber mal die Fakten von 2004:

-         das größte Ölfeld Mexikos ist das Cantarell Ölfeld. Es produzierte über 2 Millionen Barrel Rohöl, was 60% der gesamten Produktion Mexikos ausmachte und prinzipiell sämtliche Exporte in die USA
-         die Einnahmen durch Ölexporte machten 40% des Staatshaushalts aus

Seit dem Jahr 2004 geht die Ölförderung signifikant zurück, insbesonders der Output des Cantarell Feldes. Zur Verdeutlichung hier die Grafik für Produktion, Verbrauch sowie Importen und Exporten von Rohöl. weiter>>

LED-Lampen in der Praxis

LED SpotAngeregt durch einen Artikel bei Telepolis mit gleichnamiger Überschrift möchte ich heute ein kleines Update zu den in dem Artikel abgegebenen Statements geben. Der Artikel wurde im November 2006 veröffentlicht und ist damit gerade mal knapp über 5 Jahre alt. Eine Zeitspanne, die nicht wirklich außerordentlich groß ist, sich aber in der LED Welt außerordentliche Fortschritte eingestellt haben.

Analog dem Mooreschen  Gesetz, welches besagt, dass sich alle 18-24 Monate die Anzahl der Transistoren auf einer gleichen Chipfläche verdoppelt, so gibt es das Haitzsche Gesetz (Achtung *pdf) für LEDs. Dieses besagt, dass sich die Kosten pro Lumen (Einheit des erzeugten Lichtstroms) für eine bestimmte Wellenlänge des Lichts (Farbe) sich in einer Dekade Zehnteln. Für die Größe der LED Chips gibt es auch noch eine Aussage und zwar, dass sich der erzeugte Lichtstrom eines Chips (Größe) in 10 Jahren verzwanzigfacht. weiter>>

Saudi Arabien geht das Öl aus

Darf man das so drastisch sagen? Ich meine „Ja“, denn nichts ist sicherer als das eine endliche Ressource irgendwann zur Neige geht. In diesem Kontext ist alleinig der Zeitfaktor der entscheidende. Und hier kommt wieder mal eine Nachricht, die mich hat aufhorchen lassen. In einer der hunderttausenden Wikileaks Botschafts Depeschen vom Dezember 2007 ist vermerkt, dass ein gewisser Sadad al Husseini (Geologe und irgendein ehem. Forschungsboss von Aramco) klar stellt, dass die Ölreserven Saudi Arabiens deutlich zu hoch geschätzt wurden und die Saudies die gewünschten Fördermengen von 12,5Mio bbl nicht erreichen könnten. Die zu optimistischen Schätzungen waren wohl alleinig dazu gedacht um ausländische Investoren anzulocken, damit die Erschließung neuer Quellen schneller voran gehen könne, da die Geschwindigkeit für die Erschließung aus Eigeninitiative in der Vergangenheit auch zu optimistisch gesehen wurde.

Saudi Arabien war größter Öl Förderer der Welt, wurde allerdings 2009 von Russland übertrumpft. Aber es zeichnet sich selbst in diesem Land, in dem das Öl nur so aus der Erde sprudelte „Peak Oil“ ab. Wenn nicht dieses Jahr, dann zumindest bis zum Jahr 2012 so Husseini.
Nur wie sieht es denn aktuell wirklich in Saudi Arabien aus? Wir wollen Zahlen, Zahlen, Zahlen! weiter>>>

Der Preis ist heiß! – Was Peak Oil anrichten kann

ÖlpumpeGestern war wieder einmal ein Tag wie jeder andere doch irgendetwas sollte passiert sein, denn ansonsten würde ich hier solches nicht schreiben.

Man konnte es in verschiedenen Medien schon lesen – der Ölpreis ist wieder über 100$ geklettert. Dabei ist es erst einmal „nur“ die Nordseesorte Brent gewesen, welche um 1,1% zulegte und die magische Marke knackte. Die „süßere“ Ölsorte WTI machte einen größeren Sprung von 3,1% aber von niedrigerem Niveau aus auf über 92$. weiter>>

Studie belegt – Stromversorgung durch erneuerbare Energien 100%ig möglich bis 2050

WindradbauHeute hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen in Berlin sein erstes Sondergutachten des Jahres veröffentlicht. Nach der heute Vormittag stattgefundenen Pressekonferenz ist der dazugehörige Bericht auch online einsehbar.
Ziel dieses Sondergutachtens ist es aufzuzeigen, dass es bis zum Jahr 2050 möglich ist eine Stromversorgung nur aus erneuerbaren Energien sicher zu stellen. Dazu wird gezeigt, welche Maßnahmen dazu erforderlich sind, was diese wen, wie viel kosten werden und was außerdem getan werden muss um das Ziel einer regenerativen klimafreundlichen Stromerzeugung zu erreichen. Das Sondergutachten macht deutlich, dass dieses Ziel eindeutig machbar ist jedoch von enormen Anstrengungen hinsichtlich des Naturschutzes und anderen Nutzungskonflikten begleitet werden muss. weiter>>

LED Preise fallen drastisch im 4. Quartal 2010

Cree LEDLEDinside hat mal wieder einen Überblick über die aktuellen LED Preise erstellt. Im vierten Quartal 2010 sind Angebot gestiegen und die Nachfrage konnte nach starkem Rückgang im 3. Quartal nicht wieder an Fahrt aufnehmen. Aus diesem Grund fallen die Preise für SMD LEDs (für TV, Monitor & Notebook) wieder drastisch um 5-9% gegenüber dem letzten Quartal. High power LEDs sinken noch deutlicher und zwar um mehr als 20% gegenüber dem Vorquartal.

Interessant sind auch die aktuellen Preise. Für TV SMD LEDs (9k-10,5k mcd) bezahlt man nun zwischen 0,11 und 0,15 US$. High power LEDs mit einer Ausbeute von 100- 120 Lumen pro Watt werden in Preisen zwischen 0,70 und 1,30 US$ angeboten.

Ich bin gespannt wann sich dieser drastische Preisverfall im Markt für LED Beleuchtung bei uns bemerkbar machen wird. Fakt ist, aktuell kann man durchaus noch ein klein wenig warten (wenn man kann), um auf LED Beleuchtung umzustellen. Ich gehe davon aus, dass in 3-4 Monaten die Preise deutlich unter den aktuellen liegen werden. Einerseits wegen der geringeren Nachfrage im Sommer und andererseits durch den durchschlagenden akuten Preisverfall, der wohl weiter anhalten wird, wenn auch nicht so stark wie in den Quartalen 3 und 4 des letzten Jahres. Besserung wird wohl erst gegen Ende 2011 eintreten, wenn die Lager leer sind und Hersteller von LED Applikationen sich wieder vermehrt am Spotmarkt  eindecken müssen. Auf jeden Fall bleibt ihr hier auf dem Laufenden, wenn es wichtige LED News gibt.

Bildquelle: cree.com

Alpha Ventus wird 1

Nun ist es 12 Monate her als die letzte Turbine des ersten deutschen Offshore Windparks montiert wurde. Zugegebenermaßen blicken die Betreiber auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Von den prognostizieren 220GWh sind schon im ersten Jahr mit seinen ganzen Kinderkrankheiten und Unwegbarkeiten 170GWh Strom ins deutsche Netz geliefert worden. Muss ich ehrlich sein – hätte ich nicht gedacht.

Nun sind eine Menge Projekte, was offshore Windenergie angeht, in Planung doch so richtig bauen will noch keiner. Leider ist es bei solchen Großprojekten der Natur der Sache geschuldet, dass es nur von großen “Spielern” betrieben werden kann und man damit auf den Projektlisten i.d.R. nur große Konzerne findet bzw. irgendwelche 100%ige Töchter. Außerdem liegt es in der Natur der Dinge, dass diese Konzerne nichts anfassen, was keine Gewinne einspielen wird. Wenn auch nicht im ersten oder zweiten Betriebsjahr so doch auf jeden Fall innnerhalb der nächsten 5 Jahre. Und leider ist es immer noch nicht so, dass es in Deutschland möglich ist so einen Spargel ins Meer zu setzen und in der Hinsicht Planungssicherheit zu haben. Windstrom ist eben zu teuer – das beliebte Argument. Wenn an der gleichen Stelle einfach gesagt würde – die anderen Stromlieferanten sind zu billig (Kohle, Atom etc.) dann hätte das ganze Thema Windenergie nicht so einen negativen Beigeschmack. So geht die Denke sofort in Richtung böse Subventionen, ungerechtfertigte Beihilfen, Bürgschaften für notleidende Firmen usw. Dabei ist es doch eher eine Starthilfe seitens der Politik der Branche auf die Füße zu helfen. Ähnlich der, die der Kernkraft gewährt wurde und wird.

Allerdings würde ich mir wünschen nicht nur solche Vorzeigeobjekte zu fördern sondern auch ganz gezielt die kleinen Leute animieren etwas für Energieerzeugung und Energieeffizienz zu tun und dies in den Medien so zu propagieren, wie es bei solchen Prestigeobjekten der Fall ist. Sicherlich gestaltet sich ein Pressetermin in Opa Müllers Heizungskeller etwas schwieriger und ist von den Bildern nicht ganz so imposant wie 150m hohe Windräder im Rücken aber es wäre ein Weg die Menschen mit auf den Weg zu nehmen und sie nicht im Glauben zu lassen, dass sie schon auf dem richtigen Weg gehen, den die Politik für sie einschlägt, nach dem Motto “Klappe halten – mäh sagen – und dem Leithammel hinterher”.

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